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RAID

Artikel vom 3. April 2012, von Thomas Aull in der Kategorie Allgemein

Festplatte voll und schon alles ausgemistet was ich nicht mehr brauche. So sah die Situation aus, kurz bevor mir der Gedanke kam, ich müsste mir mal über eine externe Backup-Lösung Gedanken machen. Gesagt, getan:

Eine externe 1GB-Festplatte für TimeMachine und die Auslagerung von weniger wichtigen Daten (Filme, Musik, …) hatte ich schon. Aber für sensible Daten ist das nix. Raucht die Externe ab, ist alles futsch.
Also was solideres: RAID-1. Wer's nicht kennt: Hier werden alle Daten doppelt auf zwei verschiedene Festplatten geschrieben, also gespiegelt. Das bedeutet, wenn mal eine Festplatte ausfällt sind alle Daten trotzdem noch auf der anderen vorhanden. Wenn beide ausfallen? Sehr unwahrscheinlich, aber dazu später noch mal.

Entschieden habe ich mich für das RAID-Gehäuse Fantec MR-35DU3*, das ich mit zwei 2-TB Festplatten von Western Digital* ausgerüstet habe.

Das Gehäuse von Fantec ist eher im Low-Budget-Segment angesiedelt. Aber ich muss sagen, dass ich bisher ganz zufrieden bin. Es wirkt gut verarbeitet, stabil und macht seinen Dienst ohne zu mucken. Positiv ist auf jeden Fall, dass der RAID-Modus über einen Schalter am Gehäuse eingestellt wird. Bei anderen Gehäusen muss man dafür wohl erst Software auf dem Computer installieren (und das geht dann teilweise wieder nur mit Windows…).

Worst Case

Bevor ich da empfindliche Daten speichere, habe ich erst mal getestet ob der schlimmste anzunehmende Fall auch vernünftig behandelt wird: Festplattenausfall. Ich bin folgendermaßen vorgegangen:

  1. Daten ganz normal aufs RAID überspielen
  2. Festplattenausfall simulieren, indem einfach eine der beiden Festplatten im laufenden Betrieb rausgezogen wird
  3. neue Daten auf die noch intakte Festplatte speichern
  4. „defekte“ Festplatte wieder reinschieben und warten bis der Rebuild-Vorgang abgeschlossen ist.

Der Rebuild dauert allerdings ne ganze Weile. Für 2TB wohl ca. 48 Stunden, evtl. sogar länger. Es wird eben immer die komplette Festplatte gespiegelt, egal ob nur 500MB oder 1.5TB an Daten drauf sind.

Nachdem der Rebuild abgeschlossen war, habe ich die Festplatten einzeln in einem anderen externen Gehäuse angeschlossen. Ergebnis: es hat alles funktioniert. Alle Daten waren redundant auf beiden Festplatten – auch die Neuen, die ich ja zuvor nur auf der „intakten“ Platte gespeichert hatte.

Wichtig ist bei einem Ausfall wohl, dass das Gehäuse weiß, von welcher Festplatte das RAID neu aufgebaut werden soll. Im blödesten Fall wird sonst nämlich die leere Festplatte gespiegelt und die Daten sind weg. Hier soll man, laut offiziellem Support, das Gehäuse mit der einzelnen, intakten Festplatte einschalten und dann im laufenden Betrieb die neue Festplatte einschieben. Dann weiß das Gerät, was neu und was alt ist und kann korrekt spiegeln.

Leider ist das Handbuch sehr knapp gehalten. Es gibt aber eine offizielles Support-Forum in dem man schnell Antwort bekommt.

Warum kein Thunderbolt/Firewire-Gehäuse?

Erstens bin ich noch mit einem Alu-Macbook von 2008 unterwegs, habe also gar keinen Thunderbolt- oder Firewire-Anschluss. Zweitens sind die entsprechenden Gehäuse gleich mal ein Stückchen teurer. Bei meinen Backups kommt es für mich in erster Linie auf Datensicherheit und weniger auf Geschwindigkeit an. Ich schmeiß da ja vielleicht nur alle 1-2 Monate mal was drauf. Außerdem spekuliere ich ein bisschen darauf, dass USB 3.0 in Zukunft vielleicht doch noch von Apple unterstützt wird.

Backup-Backup

Falls wirklich mal beide Festplatten gleichzeitig ausfallen sollten – aber viel mehr für den Fall menschlichen Versagens (das RAID schützt ja nicht davor, dass man mal aus Versehen was löscht) mache ich noch ein Backup vom Backup. Das heißt, ich sichere ca. 1x im Monat die wichtigsten Daten auf einer weiteren externen Festplatte.

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5 Kommentare

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Thomas Aull schreibt am 4. April 2012 um 0:01 Uhr:

Ich bin auch noch auf der Suche nach einem guten Backup-Programm (möglichst mit Unterstützung für inkrementelle Backups). Hat da jemand eine gute Empfehlung?

#1

david schreibt am 4. April 2012 um 0:25 Uhr:

superduber!

#2

Thomas Aull schreibt am 9. April 2012 um 11:56 Uhr:

Jo hatte ich mir schon mal angeschaut. Hab’s jetzt aber mit CarbonCopyCloner gemacht :-)

#3

Christoph v. D. schreibt am 18. August 2012 um 17:17 Uhr:

Ich habe ein NAS von QNAP (TS-219) - ebenfalls mit zwei 2TB-Platten von Western Digital und zwar die Caviar Green WD20EARS.
Nach 1,5 Jahren habe nun ich extreme Plattenprobleme (eine Platte fällt ständig mit Read-/Write-Fehlern aus, obwohl der Analyse-Scan die Platte als voll funktionstüchtig/OK wertet). Die Foren sind voll mit Leuten, die ähnliche Probleme haben. Laut WD sind die Platten offensichtlich nicht für den Dauerbetrieb in einem NAS ausgelegt. Und das, obwohl sie ursprünglich auf der Kompatibilitätsliste von QNAP waren. Von dort wurden sie mittlerweile jedoch entfernt. Sehr ärgerlich für mich. Vielleicht prüfst Du einmal, welches Plattenmodell Du hast und tauscht die Platten ggf. frühzeitig aus. Bei eBay bekommst Du (neu + mit Garantie) im Moment bestimmt noch einen guten Preis.

#4

Thomas Aull schreibt am 20. August 2012 um 11:18 Uhr:

Hmm also ich hab die WD20EARX… Keine Ahnung ob das irgendeinen Unterschied macht. Aber ich hab das RAID auch nicht im Dauereinsatz, ich schalte das 1-2 mal pro Woche ein, schmeiß irgendwelche Daten drauf die ich nicht mehr brauch und dann schalt ichs wieder aus :)

#5